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Forschungsstiftung Medizin

Stiftungsvorstand:
Prof. Dr. med. W. G. Daniel (Vorsitzender)
Prof. Dr. med. Dr. h. c. W. Hohenberger
Prof. Dr. med. A. Mackensen
Plastische Chirurgie, Forschungsstiftung Medizin, Medizinische Fakultät, Uni-Klinikum

Optimierung der Gewebeperfusion außerhalb des Körpers

Forschungsstiftung Medizin unterstützt Erlanger Forschungsprojekt mit 7.500 Euro

Die mikrochirurgische Gewebetransplantation hat nicht nur bei schweren Verletzungen mit Gliedmaßenamputationen eine herausragende Bedeutung, sondern auch im Rahmen der Gewebeverpflanzung zur Wiederherstellung von Defekten, wie zum Beispiel nach ausgedehnten Tumoroperationen. Die optimale Sauerstoffversorgung des Gewebes, nachdem es entnommen, aber noch nicht transplantiert wurde, ist für den Erfolg der Gewebetransplantation entscheidend. Dr. Wibke Müller-Seubert von der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen beschäftigt sich wissenschaftlich mit der Optimierung der Sauerstoffversorgung von Gewebe außerhalb des Körpers und wird jetzt bei ihrer Arbeit durch eine private Spende von Borghild Marshall über die Forschungsstiftung Medizin des Universitätsklinikum Erlangen in Höhe 7.500 Euro unterstützt.
V. l.: Prof. Dr. Werner Daniel (Vorstandsvorsitzender/ Forschungsstiftung Medizin), Borghild Marshall (Spenderin), Dr. Wibke Müller-Seubert (Plastische Chirurgie) und Prof. Dr. Dr. h. c. Raymund Horch (Direktor/ Plastische Chirurgie). Foto: Melanie Schmitz/Uni-Klinikum Erlangen

An Zentren wie dem Uni-Klinikum Erlangen werden routinemäßig Wiederherstellungsoperationen mit körpereigenem Gewebe und mikrochirurgischem Gefäßanschluss durchgeführt. Hierzu wird das entnommene Gewebe von einer Stelle des Körpers an eine andere transplantiert und wieder an den Blutkreislauf angeschlossen. "Die Zeit von der Entnahme bis zum Wiedereinsetzen des Gewebes ist allerdings nach wie vor eine kritische Phase", sagt Prof. Dr. Dr. h. c. Raymund Horch, Direktor der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik des Uni-Klinikums Erlangen. Je nach Art des verwendeten Gewebes schwankt die Zeit, die das Gewebe ohne eine kontinuierliche Sauerstoffversorgung überleben und dann erfolgreich wieder angeschlossen werden kann, von einer bis zu mehreren Stunden. "Kommt es in dieser Phase zu unvorhergesehenen Verzögerungen, kann das kritisch für den Erfolg der Operation sein", so Prof. Horch. Um diese Phase zu optimieren und zu verbessern, und damit die Sicherheit solcher Operationen zu erhöhen, arbeitet die Arbeitsgruppe von Dr. Müller-Seubert gemeinsam mit Prof. Horch seit Jahren an Methoden der sogenannten extrakorporalen Perfusion.

Zur Unterstützung ihrer Arbeit erhielten die Forscher jetzt eine Forschungsförderung der Forschungsstiftung Medizin am Uni-Klinikum Erlangen, die durch eine großzügige Spende von Borghild Marshall ermöglicht wurde. "Es ist eine wunderbare Erfahrung, zu sehen, dass sich Menschen so für die translationale patientenorientierte Grundlagen-Forschung engagieren und dann uneigennützig ihren Beitrag zur Verbesserung der Medizin leisten. Dabei ist die am Uni-Klinikum Erlangen etablierte Forschungsstiftung Medizin, die solche Forschungsmittel noch aufgestockt, extrem hilfreich", sagt Prof. Horch.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Dr. h. c. Raymund Horch
Telefon: 09131 85-33277
E-Mail: raymund.horchatuk-erlangen.de

 

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Berichterstattung

Bayerische Staatszeitung 02.03.2018

Beispielhaft: Erlanger Forschungs-Stiftung Medizin

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